Der Verein neuss agenda 21 e.V. setzt sich für eine nachhaltige Entwicklung von Neuss ein.

Seit 1996 läuft in der Stadt Neuss der Prozess der Lokalen Agenda. Seitdem hat der Rat der Stadt Neuss vier einstimmige Beschlüsse gefasst. Seit Mai 2000 steht der Prozess unter dem Leitthema Die Stadt Neuss will zukunftsfähig in das 21. Jahrhundert gehen.

Auf der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro 1992 beschlossen über 170 Staaten (auch Deutschland) die „Agenda 21“ – die Tagesordnung (=Agenda) für das 21. Jahrhundert (=21). Diese ruft alle Staaten auf, der weiteren Verschlechterung der Umweltsituation entgegenzuwirken, eine Verbesserung von Umwelt und Entwicklung zu erreichen und eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen sicherzustellen.

Nachhaltigkeit ist ein ganz wichtiger und neuer Ansatz für eine globale Partnerschaft: Er stammt aus der Forstwirtschaft des 18. Jahrhunderts und besagt, daß nur soviele Bäume gefällt werden dürfen, wie wieder nachwachsen. Mit der Agenda 21 ist also eine Strategie zu entwickeln, die die Bedürfnisse der heutigen Generation befriedigt, ohne die der kommenden Generation zu gefährden. Das ist insgesamt eine große Aufgabe.

Die Agenda 21 fordert auch die Städte und Gemeinden auf, ein lokales Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert zu formulieren. Dies ist die Lokale Agenda 21. Wesentlich ist hierfür die Mitwirkung aller Bürgerinnen und Bürger, Jugendlichen, Ausländer sowie Organisationen am Prozeß vor Ort.

Seit Anfang 1998 arbeiten vier Foren zu den Themenfeldern der Lokalen Agenda. Diese sind:

  • Forum Lebensstile, seit 2015 ersetzt durch Transition Town
  • Forum Stadtentwicklung
  • Forum Umwelt
  • Forum Wirtschaft
  • NEWI e.V. (Neusser Eine-Welt-Initiative)
  • BUND Neuss

Auftrag und Selbstverständnis

Die Foren des Agenda- Prozesses neuss agenda 21 arbeiten entsprechend einem Grundsatzbeschluss des Neusser Stadtrates von 1996 und nachfolgenden Beschlüssen. Es ist ein Anliegen der Stadt, die Beschlüsse der Konferenz von RIO 1992 auch in Neuss zur Geltung zu bringen.

Das nehmen wir ernst.

Wir verstehen uns als eine besondere Form der ehrenamtlichen Bürgerbetelllgung:

  • Kommunale Fachthemen und Projekte untersuchen wir ernsthaft und entsprechend unseren Möglichkeiten besonders im Sinne einer sicherzustellenden Nachhaltigkeit und erarbeiten Verfahrens- oder Entscheidungsvorschläge.
  • Wir sind so in der Lage, Projekte und Ziele aufzuarbeiten und mögliche Konflikte schneller aufzulösen. Die Verwaltung sollte diese Chancen intensiver nutzen. Sie hat auch die Möglichkeit, uns Aufgaben anzutragen.
  • Wir sind bereit und in der Lage, weitere Formen der Bürgerbeteiligung zu erarbeiten und durchzuführen.
  • Wir möchten die personelle Basis der Foren verstärken sowohl durch Interessierte Bürgerinnen und Bürger als auch durch Mitarbeit aus der Verwaltung, die es ermöglicht, wettere Kreise der Bevölkerung anzusprechen.
  • Dazu benötigen wir finanzielle Mittel, um auch den Rat von Experten einzuholen.
  • Außerordentlich wichtig ist uns der überparteiliche Dialog. In unseren Arbeitsgruppen bleibt Parteipolitik grundsätzlich außen vor. Welche Schlüsse die einzelnen Parteien für sich aus den Beratungen ziehen, bleibt diesen selbstverständlich überlassen.
  • Die mit unseren Arbeitsergebnissen vorgelegten Empfehlungen sollten von den jeweiligen Ausschüssen und dem Rat der Stadt vollinhaltlich beraten werden. Dazu muss uns auch ein Antrags- oder Vorschlagsrecht an den Bürgermeister und entsprechend an die Vorsitzenden der Ausschüsse eingeräumt werden.
  • Wir wollen nicht gegen Ratsbeschlüsse arbeiten. Vielmehr suchen wir in den jeweiligen Aufgabestellungen, die wir annehmen, den Konsens und die Abstimmung mit der Verwaltungsspitze und den Fachbereichen.
  • Inhaltlichen Weisungen unterliegen wir allerdings nicht